
Eine Perspektive für eine dezentralisierte, gemeinschaftsgetriebene Energiezukunft—bei der Strom lokal erzeugt, geteilt und verwaltet wird und Energie zu einem Konsens wird, der regulatorische und geopolitische Veränderungen überdauert.
Die Liberalisierung des Schweizer Strommarktes, die für 2026 geplant ist, und die Wiedereingliederung in das europäische Verbundsystem markieren einen Wendepunkt in der Energiepolitik. Dies nicht nur bezüglich der Infrastruktur, sondern auch hinsichtlich der politischen und institutionellen Logik, die sie bestimmt. Diese Veränderungen werden häufig unter dem Gesichtspunkt von Effizienz und Wettbewerb betrachtet. Doch unter der Oberfläche stellt sich eine grundlegende Frage: Wer steuert den Energiesektor, und zu welchem Zweck?
Das Hauptproblem ist hier, dass in der politisierten Gegenüberstellung von Staatsmonopol und Marktlogik verharrt wird. Stattdessen gibt es einen dritten Weg: strukturierte, dezentralisierte Systeme, die lokal verwaltet werden und den Stürmen breiterer regulatorischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen standhalten können.
Im Zentrum dieser Idee steht ein Modell der gemeinschaftlichen Energieerzeugung und -nutzung: Strom auf unseren Dächern erzeugen, diesen im Keller speichern und dazu verwenden, um unsere Häuser zu heizen und zu kühlen, unsere Autos zu laden sowie unser Alltagseben zu gestalten. Dieses Modell, welches wir bei Qanta das Modell der Energieautarkie auf Gemeinschaftsebene nennen, bildet das Fundament für die Energieautonomie der Zukunft.
Im Zentrum des Qanta-Modells steht der Glaube an Energieinfrastruktur als Gemeingut; Energie nicht nur als bloße Handelsware betrachten, sondern als gemeinsam genutzte Ressource, die demokratisch verwaltet wird. Energie verbindet uns alle. Indem wir Energiegemeinschaften mithelfen, ihre Systeme mitzugestalten und in einem volatilen Markt verlässliche Preise anzubieten, verfolgen wir einen Ansatz, der sowohl demokratisch als auch technisch fundiert ist.
„Wir bauen nicht nur Vermögenswerte auf – wir errichten den Versorger der nächsten Generation: nachhaltig, dezentral, widerstandsfähig und von denjenigen gesteuert, denen er dient.“ Pierre-Loïc Caïjo, CEO von Qanta
Dies ist keine utopische Vision: es ist eine pragmatische! Gemeinden als Miteigentümer, Gemeinschaften als Teilnehmende, die breite Öffentlichkeit und Unternehmen als Verbraucher. Die Plattform ist keine Black Box; sie ist ein Instrument für Interaktion, Optimierung und – wo immer möglich – für demokratische Beteiligung. In diesem Modell wird Energie nicht nur produziert und konsumiert. Es ist ein Konsens.
Was daraus hervorgeht, ist ein leiser, aber radikaler Vorschlag: Infrastruktur kann so gebaut werden, dass sie langfristig Bestand hat. Sie wird nicht mittels Protektionismus von
politischen Trends abgeschirmt, sondern man bettet sie in eine vielfältige, transparente und anpassungsfähige Struktur ein. In einer Zeit der regulatorischen Umbrüche und geopolitischer Unsicherheiten kann die Energienachfrage nicht auf politische Klarheit warten. Wir müssen Systeme schaffen, die für die Menschen funktionieren – jetzt und unabhängig davon, wie immer auch die Zukunft aussehen
Weitere Informationen darüber, wie Qanta zur Energiewende beiträgt, finden Sie hier.